Mein erstes und zweites Korsett aus dem Behandlungszentrum Vogtareuth/Rosenheim

 

Im Herbst 2000, kurz vor meinem 13. Geburtstag, stellte man zufällig nach einem Hanballunfall, in der Notaufnahme bei uns im Krankenhaus bei mir eine Skoliose fest. Der Arzt meinte zu meiner Mama ob sie eigentlich wüsste dass ich eine schwere Skoliose habe, natürlich nicht. Er meinte dann aber nur das wär nicht so schlimm, und er hätte die Vermutung dass die Skoliose von einer Rachitis in meiner Kindheit kommen würde. Dies stimmte nicht wie sich im Nachhinein ja rausstellte, da ich eine idiopathische Skoliose habe, und somit die Ursache ja unbekannt ist.

Wir sind darauf hin auf eigenen Wunsch zu unserem Orthopäden gegangen, dieser röngte mich nochmal und stellte eine thorakolumbale Skoliose fest. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich schon eine thorakale Krümmung von 38° nach Cobb un eine lumbale von 35° nach Cobb. Er gab uns aber keinerlei sonstige Auskunft über Skoliose und deren Behandlungsmöglichkeiten, obwohl er selber in der Skolioseklinik Sahlenburg in Cuxhaven operiert und gearbeitet hat. Er meinte nur dass verwächst sich von alleine, Krankengymnastik sei nicht nötig, und es kann sein dass man das zu einem späteren Zeitpunkt mal operieren müsste.

Meiner Mama und mir hat das an Informationen aber nicht ausgereicht, und so sind wir ins Internet und haben uns dort informiert. Und es kam immer wieder der Begriff der Katharina-Schroth-Klinik in Bad Sobernheim. Meine Mutter rief dann dort an um sich über diese Klinik, Behandlungsmöglichkeiten von Skoliose und Ärzte in unserer Nähe zu informieren. Uns wurde dann gesagt dass es in Süddeutschland nur zwei Ärzte gäben würde, und zwar einer im Behandlungszentrum Vogtareuth und einer in Leonberg (ich nehm mal an dass war Dr.Hoffmann und Rahmouni). Ich begann dann im Dezember 2000 auf Empfehlung schon Krankengymnastik nach Schroth.

Wir haben uns dann letztenendes erst mal für das Behandlungszentrum Vogtareuth entschieden.

So war ich das erste mal am 13.03.2001 in Vogtreuth. Dort war ich zunächst bei Dr.Schreiber in Behandlung, er war ein sehr netter und einfühlsamer Arzt und erklärte einem alles sehr ausführlich. Ich wurde dann nochmal neu geröngt, dort zeigte sich dann eine Skoliose mit einer thorakalen Krümmung (Th7-11) von 44° und einer lumbalen Krümmung (Th12-L4) von 37°. Wie man sieht hatte sich meine Skoliose schon in diesem kurzen Zeitraum verschlechtert, wie ich aber im Nachhinein weiß, sind diese 7° für sechs Monate nicht viel, aber mir hat das damals schon den ersten Dämpfer versetzt. Uns wurde dann erklärt, dass ich eigentlich schon in der OP-Indikation lag, und am liebsten hätten sie mich damals sofort auf den OP-Tisch gelegt. Das kam aber für uns, auch auf Grund des noch nicht informiert sein, überhaupt nicht in Frage, und so fragten wir den Arzt nach weiteren Behandlungsmöglichkeiten. Er schlug uns dann eine Korsettbehandlung kombiniert mit Krankengymnastik nach Schroth und einer Intensiv-Reha in Bad Sobernheim vor. Diesem Vorschlag stimmten wir sofort zu und so wurde ich auch gleich eingegipst. Mir wurde auch erklärt dass ich das Korsett 23 Stunden tragen musste damit es was bringt, wir fanden wir wurden damals gut aufgeklärt, und ich selber empfand das als gar nicht so schlimm und freute mich sogar auf mein Korsett, wenn ich vielleicht gewusst hätte was damit so Probleme auf mich zukommen wäre die Freude vielleicht nicht ganz so groß gewesen.

Am 12.04.2001 war es dann endlich soweit und ich fuhr mir meiner Mama nach Vogtareuth um mein Korsett bei der Firma Rossmüller in Rosenheim abzuholen. Als ich diesen Panzer das erste Mal anhatte, hatte ich das Gefühl ich erstick darin. Als es dann endlich richtig saß, konnten wir gehen. Wirs sind dann etwas spazieren gegangen und mit letzte Kraft bin im Hotel angekommen. Odrt verbrachten wir dann eine Nacht und am nächsten Morgen musste ich ins Krankenhaus, dort wurde das Korsett vom Arzt kontrolliert und nochmal etwas abgeschliffen uns ausgebessert. Wir sollten sechs Wochen später dann zur Röntgenkontrolle kommen. Die Eingewöhnungszeit habe ich als nicht allzu schlimm in Erinnerung, und ich war auch relativ schnell bei 23.Std. Tragezeit was ich die nächsten Jahre trotz Mobbing in der Schule erstaunlicher Weise auch durchhielt.

In der Zwischenzeit haben wir bei unseres Krankenkasse eine Kur in Bad Sobernheim beantragt, die dann 12 Wochen später auch genehmigt wurde.

Am 31.05.2001 war ich dann in Vogtareuth zur Röntgenkontrolle. Dabei zeigte sich im thorakalen Bereich eine Verbesserung vonn 44° auf 35°, und im lumbalen Bereich von 37° auf 29°. Inzwischen weiß ich dass das viel zu wenig war, aber leider wussten wir das damals noch nicht, und so führten wir die Behandlung weiter und mussten alle drei Monate zur Kontrolle.

Inzwischen war ich dann bei Dr.Gluch in Vogtareuth in Behandlung, warum weiß ich nicht. Und so waren wir im Aug.2001, Nov.2001 und Feb.2002 (es wurde ein neues Röntgenbild im Korsett angefertigt, hier zeigte sich eine thorakale Krümmung von 33° und lumbal von 30°) zur Kontrolle.

Im Mai 2002 fuhr ich dann das erste Mal für 4 Wochen nach Bad Sobernheim (Bericht unter Bad Sobernheim).

Im Sept. 2002 war ich wieder zur Kontrolle in Vogtareuth, da hieß es dann ich soll das Korsett noch mindestens 2-3 Jahre tragen (was mich ziemlich geschockt hat, denn am Anfang hieß es 1 Jahr), und somit wurde ein neuer Gipsabdruck und Korsett angefertigt. Diesmal auch in Vogtareuth aber von der Firma Skoliomed.

Am 25.10.2002 konnte ich mein Korsett abholen und sollte im Januar zur Röntgenkontrolle kommen. So wurde ich drei Monate später wieder im neuem Korsett geröngt, und plötzlich hatte ich eine thorakale Krümmung von 35° und eine lumbale Krümmung von 33°. Da haben wir für uns beschlossen das es so nicht weitergehen kann auch weil meine Schmerzen immer mehr wurden. Ich hatte in der Kur viele Andere mit Korsett kennengelernt und der Großteil hatte ihr Korsett aus Stuttgart von Rahmouni, mit einer Korrektur von mindestens 50% (was eigentlich immer der Fall sein soll), so beschlossen wir nach Leonberg zu Dr.Hoffmann zu fahren.

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